Zocker aufgepasst – Bald folgen harte Strafen › Devisen & Wirtschaft - Aktuelle Themen
7. Februar 2013 – 11:29 |

Die Koalition hat beschlossen, härtere Strafen für Zocker zu beschließen. Damit soll dem Zocken von Banken, die große Unternehmen in den Abgrund befördern, ein Ende gesetzt werden. Als Top Manager einer Bank oder einer Versicherung …

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Zocker aufgepasst – Bald folgen harte Strafen

Eingereicht on 7. Februar 2013 – 11:29No Comment

Die Koalition hat beschlossen, härtere Strafen für Zocker zu beschließen. Damit soll dem Zocken von Banken, die große Unternehmen in den Abgrund befördern, ein Ende gesetzt werden. Als Top Manager einer Bank oder einer Versicherung können Sie künftig möglicherweise im Gefängnis landen, sollten Sie ein Fehlverhalten wagen. Oppositionen und Banken wollen sich das natürlich nicht gefallen lassen und erklären der Koalition den Krieg.

Welche Konsequenzen haben Sie zu erwarten?

Schwere Delikte sollen bald mit einer Geldstrafe oder sogar mit einer Freiheitsstrafe in einem Ausmaß von bis zu 5 Jahren sanktioniert werden. Außerdem sollen größere Finanzinstitute künftig Investmentgeschäfte von normalen Bankgeschäften trennen, um bei Erreichen eines bestimmten Betrags eine Abschirmung des Kundengeschäftes zu ermöglichen.

Pflicht zur Vorlage eines Testements

Jene Banken, die durch einen Zusammenbruch das gesamte das Finanzsystem als Ganzes in Gefahr bringen könnten, werden künftig die Pflicht haben, sogenannte Banken-Testamente auszuhändigen. Dabei handelt es sich um Abwicklungs- und Sanierungspläne im Falle einer Krise.

Warum wird das Gesetz überhaupt eingeführt

Die Gesetzesänderung ist eine Antwort auf die Wirtschaftskrise vom letzten Jahr. Damals wurde nicht nur Griechenland mit einem EU Paket gerettet sondern auch einige Banken in Deutschland mussten vor einer Katastrophe bewahrt werden. Ziel des neuen Gesetzes ist es, die Spareinlagen der Bankkunden sicherzustellen und Steuerzahler davor zu bewahren, Milliarden-Belastungen auf sich nehmen zu müssen.

Gesetze befinden sich noch auf unsicherem Fuß

Ob das Gesetz tatsächlich verschärft wird, bleibt abzuwarten. Die SPD und die Gründen sind strikt gegen dessen Inkraftsetzung. Zwar müssen diese Parteien der Änderung nicht Zustimmung leisten, dennoch können die Einwände eine Verzögerung bewirken. Man hofft, dass das Gesetz bis spätestens Juli diesen Jahres verabschiedet werden kann.

Was wird überhaupt kritisiert?

Gewarnt wird vor einem nationalen Alleingang sowie vor einer Überregulierung, sollte das Gesetz tatsächlich in Kraft treten. Kritiker glauben, diese Entscheidung sei definitiv ein Irrweg. Gerhard Schick – Finanzexperte der Grünen – setzt das neue Gesetz überhaupt mit dem Begriff "Wahlkampfplacebo" gleich. Für die Testamente sei es seiner Ansicht nach längst zu spät und für die Trennung zwischen Kunden- und Risikogeschäft weise das Gesetz zu viele Lücken auf.

Ab wann müssen Sie mit den Veränderungen rechnen?

Das neue Gesetz soll ab Januar 2014 gelten. Die Trennung zwischen den beiden Arten von Kundengeschäften dagegen wird wohl erst im Juli 2015 Pflicht sein. Wenn sich die Konflikte zwischen den Parteien untereinander und zwischen der Koalition und den Banken jedoch noch weiter hinauszögern, wird das Prozedere wahrscheinlich noch einige Monate oder Jahre länger dauern.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/10916/